Die Geschichte der Brustvergrösserung

Die Geschichte der Brustvergrößerung

Die Brustvergrößerung bei Frauen zählt in unserem Zentrum für Ästhetisch-Plastische Düsseldorf zu den bliebtesten Schönheitsoperationen. Bei der Vergrößerung der weiblichen Brust handelt es sich generell um eines der am häufigsten gewünschten ästhetisch-chirurgischen Operationen. Defniert wird die Brustvergrößerung über die lateinischen Begriffe "Augmentation" (Vergrößerung) und "Mamma" Brust. Die erste dokumentierte Brustvergrösserung wurde von Vincenz Czerny 1895 in Heidelberg durchgeführt. Nach Entfernung eines gutartigen Brusttumors (sog. Adenom) ersetzte er das fehlende Brustvolumen durch ein vom Rücken entnommenes, frei verpflanztes Fettgeschwulst (sog. Lipom). Lexer (1925) und Passot (1930) verwendeten Fett, welches sie vom Bauch oder Gesäß entnahmen. Da die Quote des Fettabbaus sehr hoch war (Peer 1950), schlug Berson (1944) die Verwendung von Dermofettlappen als Transplantate vor. Diese sollten eine deutlich schnelleren Gefäßanschluß (sog. Revakularisation) und damit bessere Erfolgsrate zeigen.

 

Fremdmaterial als Füllstoff für eine Brustvergrößerung (allogenes Füllmaterial)

Neben dem eigenen Gewebe als Füllstoff für eine Busenvergrößerung gab es bereits 1899 von Gersony den Versuch, durch Injektion von Paraffin die Brust zu vergrößern. Viele Fremdstoffe wurden in der Historie des Versuches einer Brustvergrößerung wie Lanolin, Bienenwachs, Öle wurden quasi ausprobiert. Die erste Injektion von freien Silikon zur Brustvergrösserung beschrieb Ushida (1961). Der anfängliche Enthusiasmus legte sich aufgrund der typischen Komplikationen wie lokale Entzündungsreaktionen, Hautabsterben (sog. Nekrosen) und granulomatöse Veränderungen, welche bis zum Verlust der gesamten Brust führen konnten. Bereits 1930 wurden Brustaugmentationen mit Implantaten aus Elfenbein oder Glas (Schwarzmann 1930) versucht. In den Nachkriegsjahren wurden solide Implantate aus Polyvinylalkohol (Ivalon), Polyethylen (Polistan) Polymethan (Etheron, Regnault 1963) oder Polyglykon mit Acrylat (Hydron) eingesetzt. Während der Geschichte der Brustoperationen wurden weitere kuriose Füllmaterialien wie z.B. Kunststoffschwämme, Rinderknorpel, Speiseöl, Gummi, Lanolin oder Paraffin (durch Robert Gersuny) benutzt.

 

Die ersten Versuche mit Silikon die Brust zu vergrößern

Die Entwicklung und die Geschichte der formenden Brustoperationen erhielt in den nach 1930 nochmal einen Schwung. Während des 2. Weltkrieges haben japanische Prostituierte Injektionen von flüssigem Silikon durchführen lassen um ihre Brüste vergrößern zu lassen. Aufgrund der fülligeren und größeren Oberweiten sollten amerikanischen Soldaten angezogen und betört worden sein. In den USA sollen dem Beispiel folgend Stripteasetänzerinnen ebenfalls versucht haben ihren Busen mittels Silikoninjektionen zu vergrößern. Leider kam es infolge dieser kuriosen Methoden der Brustvergrösserung zu derart schweren Komplikationen, dass nachfolgend sogar eine Amputation der Brüste erforderlich war. Meist führte die Verwendung solcher Substanzen zu erheblichen Komplikationen in Form von Fremdkörperreaktionen, wie beispielsweise Lipogranulomen. Diese Momente zählten zu den definitiv traurigen Momenten in der Geschichte der Brustvergrösserungen.

 

Die geschichtliche Entwicklung von Brustimplantaten

Die geschichtliche Entwicklung der heutigen Brustimplantate ist auf Cronin und Gerow (1960-1962) zurückzuführen. Inspiriert durch die ersten Bluttransfusionsbeutel aus Silikon entwickelten sie eine so genannte Silastikprothese mit einer Hülle aus einer Silikonmembran und einer Füllung aus Silikonöl. 1961 wurde von zwei Ärzten aus Houston (Texas) das erste Silikonimplantat auf Initiative der Dow Corning Company entwickelt. 1962 fand die erste Brustvergrößerung mit einem Silikonimplantat statt. Die Brustprothesen wurden bei der Brust-OP über dem Muskel (epipectoral) platziert. Von Arion wurde 1965 die erste auffüllbare Silikonprothese für eine Brustplastik vorgestellt. Seitdem wurden unzählige Modifikationen der Silikonimplantate in der Geschichte der Brustvergrößerungen angeboten. 1970 stellte Ashley eine mit Polyurethanschaum überzogene und mit Silikongel gefüllte Natural-Y-Prothese vor. Trotz der sehr niedrigen Kapselfibroserate wurden die Implantate 1991 vorrübergehend vom Markt genommen. Das Polyurethan-Abbauprodukt 2,4-Toluendiamin wurde nach Tierversuchen verdächtigt, bösartige Muskeltumore (sog. Sarkome) auszulösen. Aktuellen Untersuchungen zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit unter 1:1000000, sodass gegen eine Verwendung tatsächlich keine Bedenken mehr bestehen. 

 

Die Verwendung von Silikonprothesen für Brustvergrößerungen

Das einstweilige Verbot von Silikonimplantaten für Brustvergrösserungen 1992 durch die amerikanische Food and Drug-Administration (FDA) muss als Result einer „Silikonhystherie“ gelten, die von amerikanischen Anwälten angefacht und ausgenutzt wurde. Aufgrund massiver finanzieller Bürden durch den Rechtsstreit verzichteten die betroffenen Implantathersteller auf einen Abschluss des juristischen Verfahrens, aber wissenschaftliche Erkenntnisse konnten nie zeigen, dass das auch in anderen medizinischen Bereichen verwendete Silikon medizinische Probleme auslöste. Während im europäischen Raum die Verwendung von Silikongel-gefüllten Prothesen als unbedenklich beurteilt wurde, ist bis zum jetzigen Zeitpunkt in den Vereinigten Staaten die Verwendung nur im Rahmen von Studien beziehungsweise Rekonstruktionen möglich. In europäischen Ländern war die Verwendung von Silikongel-gefüllten Implantaten nur vorübergehend beschränkt. Zurzeit unterliegen alle in Europa verwendeten Brustimplantate der CE-Zertifizierung.

 

Die Geschichte von Hydrogel Implantaten

Der seit 1994 unter dem Namen Hydrogel verwendete Füller zeigte den Hauptvorteil in der Durchlässigkeit von Röntgenstrahlen. Ebenso standen seit 1994 Implantate mit Sojaöl als Füllmaterial zur Verfügung. Auch hier schien der Vorteil in der Strahlendurchlässigkeit zu liegen. Wegen starker Entzündungsreaktionen nach Ruptur oder „Schwitzen“ der Implantate sowie einer möglichen Gentoxizität der Sojaölabbauprodukte empfahl die britische Gesundheitsbehörde MDA im März 1999 die Zurücknahme sowie im Juni 2000  wurde auch die Zulassung für Hydrogel-Prothesen als Füllstoff zurückgenommen.

 

Die geschichtliche Entwicklung moderner Brustimplantate 

Die heutigen modernen Implantate variieren in der Form zwischen rund und tropfenförmig. Seit Mitte der 80er Jahre werden zunehmend texturierte, das heißt in der Oberfläche aufgeraute Implantate angeboten, wodurch die Kollageneinlagerung und parallele Ausrichtung der Fasern um das Implantat reduziert werden sollte (Biggs 1991, Pollock 1963, Burkhardt 1994). Die verspätete Ausbildung einer Kapselfibrose noch nach 10 und mehr Jahren ist jedoch möglich. Zum heutigen Zeitpunkt besteht die Hülle eines jeden Brustimplantates aus einem mehrschichtigen Silikonlastomer. Das Füllmaterial ist entweder eine Kochsalzlösung oder ein mehr oder weniger kohäsives Silikongel. Die Silikongele weisen unterschiedliche Konsistenz auf, um besondere Formen stabil halten zu können. Bei den Implantattypen werden zumeist einlumige Prothesen verwendet. Es stehen aber auch doppellumige Prothesen aus Silikongel-Ummantelung und Kochsalzfüllung zur Verfügung. Auf einem ähnlichen Prinzip beruhen die permanenten Brustexpander, welche zuerst von Becker (1984) entwickelt wurden. Sie besitzen zusätzlich noch ein integiertes oder externes Ventil. 

 

Literatur Quellen zur Geschichte der Brustvergrößerung:

 

 

 

 



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