Plastische Chirurgie - Engagement und humanitärer Einsatz in Afrika

 


Humanitärer Einsatz - Plastische Chirurgie in Afrika-EritreaGemeinsam mit der Hilfsorganisation Hammer Forum organisieren Ärzte (Plastische Chirurgen) aus der BG Unfallklinik Duisburg jedes Jahr immer wieder besondere Behandlungsprojekte in Entwicklungsländern. Sie operieren in Rahmen von Behandlungsprojekten vor Ort und schulen die örtlichen Helfer in Behandlungsmethoden.

 

Da ich selber lange Zeit unter dem Chefarzt Dr. med. F. Jostkleigrewe in der Abteilung für Handchirurgie, Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte der BG Unfallklinik gelernt und gearbeitet habe, engagiere ich mich für diese Projekte in den Entwicklungsländern.

 

 

Humanitärer Einsatz im März 2008 in Asmara/ Eritrea

 

Im März 2008 reiste ich mit einem speziellem Team von Ärzten und Krankenschwestern zur Behandlung brandverletzter Kinder für zwei Wochen nach Eritrea. Das Land Eritrea zählt nach Jahrzehnten kriegerischer Auseinandersetzungen in der Region zu einer der ärmsten Länder Afrikas. Das Team unter Leitung von Dr. Franz Jostkleigrewe bestand aus fünf Personen Das Ärzteteam arbeitete diesmal im Halibet-Krankenhaus in Asmara, der Hauptstadt Eritreas.

 

Unser zweiwöchiger Arbeitsaufenthalt im Halibet-Krankenhaus hat das gesamte Team tief beeindruckt. Auffallend war die ausgeprägte Freundlichkeit aller Beschäftigten und der Patienten auf der „Station“. Die medizinische Versorgung war aufgrund der Vorarbeit von Dr. Brandt seit mehrern Jahren deutlich besser als erwartet. Die Mitarbeiter der Pflege arbeiten meist medizinisch, die eigentliche Pflege liegt anschließend in den Händen der Angehörigen. Dringend nötig sind Verbesserungen bei der Hygiene und eine bessere Physiotherapie, um schweren Narbenkontrakturen zu begegnen.

 

 

Narben nach Verbrennung - Plastische ChirurgieDer Transport und die gesamte diplomatische Organisation erfolgt durch die internationalen Hilfsorganisationen Hammer Forum und Friedensdorf International. Als Ärzteteam führten wir pro Tag etwa 4 bis 5 Operationen durch.

 

In erster Linie wurden Hautverpflanzungen & Lappenplastiken bei Verbrennungsopfern und ausgedehnten sowie grotesken Narbenkkontrakturen behandelt. Notwendige Transplantationen der Haut werden nicht wie bei uns im akuten Stadium durchgeführt, sondern etwa nach drei Wochen.

 

 

 

 

Gründe für die große Anzahl von Verbrennungen

 

Da es auf dem Lande keine Elektrizität gibt, benutzen die Menschen zum Kochen und für die Beleuchtung der Hütten kleine Kerosinöfen. Bei jedem Besuch Eritreas werden uns zum Teil schwerstverbrannte Kinder vorgestellt, deren Kleidung Feuer gefangen hat. Mitverantwortlich für die außergewöhnlich hohe Zahl an Todesfällen von Müttern, die bei der Geburt ihres Kindes sterben, ist die immer noch weit verbreitete traditionelle Beschneidung der Mädchen. Die Aufklärungsprogramme der Regierung bewirken nur sehr langsam eine Einschränkung dieses Brauches.

 

Das Halibet Krankenhaus ist das einzige Hospital in Eritrea, in dem Verbrennungsopfer behandelt werden können. Dabei ist die Fläche des Landes etwa so groß wie Österreich und die Schweiz zusammen. Als Folge der verheerenden wirtschaftlichen Situation haben etliche Ärzte das Land verlassen. Deswegen nimmt im Halibet-Krankenhaus ein Krankenpfleger die Behandlungen der Brandverletzten und sogar deren Operationen vor, übrigens in einer sehr guten Qualität.

 

 

 

Aufbau einer Verbrennungsstation


Häufigste Ursache für Verbrennungen sind übrigens die offenen Feuerstellen in den Hütten, in denen die Bevölkerung Eritreas überwiegend lebt. Insbesondere Kinder und Frauen werden bei häuslichen Unfällen mit offenem Feuer an Kochstellen oder Kerosinöfen Opfer von schweren Brandverletzungen.

 

Um die Versorgung von Brandopfern zu verbessern, wurde aus Spendengeldern eine neue Verbrennungsstation mit angeschlossenem Operationstrakt mit modernster Einrichtung fertiggestellt. Zurzeit ist die Verbrennungseinheit ein Flachbau mit einem großen Behandlungsraum für die Verbandswechsel mit einer Badewanne. Zusätzlich bestehen Patientenzimmer mit 15 Betten für die stationären Patienten, von denen etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche sind. Vor der Verbrennungseinheit halten sich die Angehörigen der Patienten auf, kochen, dort Essen, erledigen ihren Abwasch, waschen und trocknen ihre Kleidung dort. Die jungen Patienten werden buchstäblich vor den Augen ihrer Mütter, Väter und Geschwister behandelt.

 

 

 

Hier gelangen Sie zu der Bildergalerie über den humanitären Einsatz 2008 in Eritrea

 

Bitte klicken Sie hier für Informationen zu Spenden für die Hilfsprojekte in der 3. Welt


 



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